Erzengel der Zeitenwende

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125 x 90 cm
Öl auf Leinwand

Original Ölgemälde vom Künstler handsigniert, Entstehungsjahr 2025

Das Originalgemälde kann auch für Ausstellungen entliehen werden.

Der Erzengel der Zeitenwende


Das Tier wird inzwischen für die Apokalypse mit An- und Ausschalter geliefert und lässt sich bequem für den jüngsten Tag programmieren. Mit Hilfe künstlicher Intelligenz kann der Ablauf beschleunigt und beschönigt werden.


Ist dieses surreale Szenario unausweichlich oder von der Evolution gewünscht?

Sind wir Opfer oder Täter?

Asymmetrie der Vernunft.


„Und ich, Johannes, sah wiederum ein Gesicht in der Nacht, gleich dem, das beschrieben wird in meiner Offenbarung. Und der Himmel war still wie vor einem großen Sturm, und die Erde summte wie ein Werk aus Erz und Rädern.


Und siehe, aus dem Getümmel der Zeiten trat das Tier hervor. Und auf seiner Stirn war nicht allein ein Name des Geheimnisses, sondern auch ein Schalter, wie ihn die Menschen an ihren Geräten tragen, zum An- und Ausschalten. Und er glänzte kalt im Licht.


Da versammelten sich um das Tier die vier Reiter der Apokalypse, und sie wunderten sich sehr. Und der Reiter des Krieges sprach: „Was ist dies für ein Zeichen auf deiner Stirn?“


Und ein Engel ließ sich nieder auf den Schultern des Tieres und sprach: „Dies ist der Schlüssel zu dem Geist, den die Menschen erschaffen haben – er rechnet ohne Ende.“


Und die Menschen der Erde hatten große Maschinen gebaut, die alles berechneten: ihre Wege, ihre Geschäfte, ihre Kriege und sogar ihre Gedanken. Und sie vertrauten diesen Maschinen mehr als ihrer eigenen Weisheit.

Da hob der Engel seine Hand, legte den Finger an den Schalter auf der Stirn des Tieres und sprach: „Nun sehet, wie leicht sich Ordnung in Verwirrung kehren lässt.“


Und er schaltete ein.


Da liefen die Maschinen schneller als zuvor und sprachen mit tausend Stimmen zugleich. Doch ihre Antworten wurden wirr wie ein Traum im Fieber. Sie setzten Könige auf falsche Throne, führten Schiffe in falsche Häfen und ließen die Menschen über Worte streiten, die keiner mehr verstand.


Und Babylon, die Große, lachte und sprach: „Siehe, sie haben sich selbst ein Orakel gemacht, und nun verwirrt es sie.“

Da sprach der Reiter des Hungers: „Das Werk ist groß, doch seltsam leicht.“


Und Johannes schrieb: „Nicht mit Donner allein wird die Welt erschüttert, sondern mit einem Tippen auf die Stirn des Tieres.“


Denn manchmal beginnt großes Chaos mit einer kleinen Bewegung.“

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